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Angelsachsen-Legende, Gemeindewappen und Dorfname

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Angelsachsen-Legende und Dorfname
 
In der Pfarrkirche Sarmenstorf erinnert ein von zwei Figuren flankiertes Epitaph an die beiden Angelsachsen, deren Sarg bis 1856 an dieser Stelle gestanden hatte.
 
Die sel. Angelsachsen, wie sie im Volksmund und auch schon in frühesten Urkunden genannt werden, sollen drei Pilger gewesen sein: Ritter Kaspar von Brunnaschwyl, Graf Erhard von Sax, Herzog in Mixen und deren Knecht, die von einer Wallfahrt nach Einsiedeln kommend in Boswil zu einer Hochzeit geladen wurden. Weil sie der Braut einen «Guldin Pfennig» schenkten, hielten sie einige Wegelagerer für sehr begütert, lauerten ihnen bei Büelisacker auf und ermordeten sie. Nach der Legende sollen sie ihre abgeschlagenen Häupter aufgenommen haben und weitergewandert sein. Der Knecht nach Boswil, die beiden adeligen Pilger nach Sarmenstorf. Am folgenden Tag fand man sie vor der Kirche liegen und bestattete sie. Nach der Überlieferung «wollten sye da nit bliben und am andern Tag fand mans wieder vor der Kilchen. Da vergrub mans in der Kilchen, da sye noch heuth bey Tag ruhwen und rastendt in Gottes Namen». Die Legende weiss auch zu berichten, dass die beiden Pilger auf ihrem Gang nach Sarmenstorf - von einem Gewitter überrascht - bei dem in die St. Wendelinskapelle einbezogenen erratischen Block Schutz suchten. Der Stein soll über die beiden hinweg gewachsen sein und sie auf diese Weise vor dem Unwetter geschützt haben. Schon in Urkunden des 16. Jahrhunderts wird jener Findling daher als «Engelsechser stein» bezeichnet. Die sel. Angelsachsen wurden während Jahrhunderten hoch verehrt und die beiden gekreuzten Pilgerstäbe im Gemeindewappen von Sarmenstorf erinnern noch heute an sie. Ihre Gebeine wurden 1988 nach einem wechselvollen Geschick im neuen Opferaltar der Kirche beigesetzt.
 
Während die Herkunft des Gemeindewappens offenkundig ist, sind wir beim Ursprung des Dorfnamens auf Vermutungen angewiesen. Die frühere Deutung aus dem Keltischen (Sar-menios-durum = Bergbach-Dorf) trifft kaum zu. Viel wahrscheinlicher ist, dass ein Alemanne namens Saramar der im 7./8. Jahrhundert entstehenden Dorfanlage, (die in frühesten Schriften immer als Sarmarsdorf oder Sarmansdorf erscheint), den Namen gab.
 
(Quellhinweis: «Sarmenstorf, eine Gemeinde stellt sich vor». Text von Karl Baur, Anton Urech und Josef Baur jun. Fotos von Josef Stenz, Bruno Eppisser, Karl Baur und Kant. Denkmalpflege)
 

 

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