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Information zum Thema Wasser

13. August 2026

Aktuelle Lage

Seit Anfang Juni 2026 hält die Trockenheit an. Wir befinden uns mittlerweile in der fünften Hitzewelle. Der Kanton Aargau hat zusätzlich ein Feuer- und Feuerwerksverbot erlassen. Die Allgemeinverfügung des Gemeinderats zu den Einschränkungen beim Wasserbezug gilt seit dem 7. Juli 2026 und wurde am 9. Juli 2026 im Amtsblatt publiziert.

 

Dank für Ihre Sparbemühungen

Der freiwillige Sparaufruf vom 19. Juni 2026 hat gewirkt. Die Bevölkerung hat rasch und konsequent reagiert. Dafür dankt der Gemeinderat herzlich. Die Einsparungen haben die Versorgung stabilisiert, reichen aber unter den aktuellen Bedingungen nicht aus, um auf das Verbot zu verzichten.

 

Warum das Verbot weiterhin gilt

Ein kleiner Regenguss genügt nicht. Erst ausreichender und anhaltender Niederschlag führt zur Aufhebung der Einschränkungen. Die fünfte Hitzewelle verschärft die Situation weiter. Der Gemeinderat prüft die Lage laufend und informiert die Bevölkerung aktiv über Änderungen.

 

Aktuelle Versorgungsdaten

Die Wasserversorgung wird laufend überwacht. Die kritische Situation wurde vor allem durch eine massive Zunahme des Wasserverbrauchs ausgelöst. Die Sparanstrengungen der Bevölkerung haben die Lage stabilisiert. Ohne anhaltenden Niederschlag bleibt die Situation angespannt. Konkrete Verbrauchsdaten werden intern täglich ausgewertet. Auf eine Veröffentlichung einzelner Messwerte wird verzichtet, da diese ohne den gesamten hydrologischen Kontext zu falschen Schlüssen führen könnten.

 

Häufig gestellte Fragen

 

Woher kommt unser Wasser?

Sarmenstorf bezieht Wasser aus zwei Bereichen: den eigenen 12 Quellen und von der IKA Wasser 2035. Die IKA Wasser 2035 ist eine interkommunale Anstalt, der rund 20 Aargauer Gemeinden angehören. Sie bezieht ihr Wasser hauptsächlich aus Grundwasservorkommen im Bünztal und Reusstal. Sarmenstorf hat ein tägliches Bezugsrecht von bis zu 300 m³ und ist seit dem 1. Januar 2023 Mitglied – der alte IBW-Vertrag von 2005 wurde damit abgelöst.

Warum wurde das Pumpwerk Moosmatten verkauft?

Das Pumpwerk in Bettwil wurde an der Einwohnergemeindeversammlung vom 26. November 2021 mit grossem Mehr für CHF 250'000 an Bettwil verkauft. Sarmenstorf hatte in den letzten 17 Jahren zu weniger als 5% nutzen können. Ab 2019 war die Wasserqualität nicht mehr trinkwasserkonform (Chlorothalonil, Nitrat). Laut Vertrag aus 2009 mit Bettwil musste Sarmenstorf 60 % der Unterhaltskosten – (2018 ca. CHF 58'000.00) tragen, wobei wir bei Trockenheit zugunsten von Bettwil kein Wasser beziehen durfte, was im Jahr 2020 eskalierte und zur Neuausrichtung mit der IKA Wasser 2035 führte. Der Erlös wurde für das Dotationskapital von CHF 180'000 beim Beitritt zur IKA Wasser 2035 verwendet.

Warum hat Bettwil keinen Verbot, sondern nur einen Sparaufruf?

Bettwil hat die Bevölkerung am 21. Juli 2026 ebenfalls zum Wassersparen aufgerufen und weist ausdrücklich auf die anhaltende Trockenheit hin. Bettwil verfügt über Grundwasservorkommen, 2 eigene Quellen und eine Transportleitung zum Reservoir Kallern inkl. Vertrag mit der IKA Wasser 2035. Zu dem pumpt auch Bettwil seit der Trockenheit aus der Wasserfassung Kallern / IKA Wasser 2035.

Was liefert Sarmenstorf an die Nachbargemeinden?

Fahrwangen hat ein eigenes Bezugsrecht bei der IKA Wasser 2035 und bezieht dieses Wasser über das Netz von Sarmenstorf. Sarmenstorf liefert aktuell kein eigenes Quellwasser nach Fahrwangen. Überschuss-Quellwasser von Sarmenstorf fliesst nur nach Fahrwangen, wenn solches vorhanden ist – Fahrwangen hat darauf kein mengenmässiges Bezugsrecht.

Auch nach Büttikon kann aktuell kein Quellwasser geliefert werden. Die neuen Verträge mit IKA Wasser 2035 bieten uns weitaus bessere Konditionen für die Lieferung unseres Wassers (25 Rp / m3 anstelle von 8 Rp / m3).

Ist die Bauentwicklung gefährdet?

Die IKA Wasser 2035 wurde als langfristige Absicherung der Wasserversorgung aufgebaut. Die Gemeinde evaluiert laufend neue Quellen. Die Bau- und Nutzungsordnung berücksichtigt die Kapazitäten der Wasserversorgung.

Warum keine Verhandlungen mit anderen Gemeinden für zusätzliches Wasser?

Die Trockenheit betrifft die gesamte Region. Die IKA-Struktur funktioniert im Rahmen des verfügbaren Wassers. Zusätzliches Wasser steht derzeit regional nicht zur Verfügung, weitere Anfragen sind hängig.

Wurden Gespräche mit der IKA Wasser 2035 oder der IBW Wohlen über zusätzliche Liefermengen geführt?

Ja, solche Gespräche haben stattgefunden. Eine Erhöhung des Kontingents ist aktuell nicht möglich: An der IKA Wasser 2035 hängen zahlreiche Gemeinden. Bis zum Vollausbau der Ringleitung im Jahre 2031 bestehen keine Zusätzlichen Kapazitäten. Die optierten Mengen entsprechen der aktuellen Versorgungsmöglichkeit. Nach Schluss der Ringleitung sind mehr Kapazitäten vorhanden, um solche Extremereignisse abzufedern – auch die Nachfrage aus der Landwirtschaft übersteigt das Angebot bei Weitem. Diese Realität ist der eigentliche Grund für die Notwendigkeit der Allgemeinverfügung.

 

Ausblick

Das Verbot wird aufgehoben, sobald ausreichender und anhaltender Niederschlag die Versorgung nachhaltig verbessert. Der Gemeinderat entscheidet und informiert die Bevölkerung umgehend.

 

Bei Fragen steht Ihnen die Gemeindekanzlei Sarmenstorf zur Verfügung.

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